Direkt zum Inhalt

Webslam Blau Rot

Sonderpreis €14,00

Nur noch 1 übrig

Vier Bilder traten gegeneinander an, die sich gegenseitig ihre überflüssigen Strukturen, Flächen und Farben ausschalteten, so dass am Ende ein gut durchstrukturiertes, abstraktes Gesamtbild  entstehen konnte.

Das erste Bild, oberes linkes Viertel und diagonal davon 3. Bild, unteres rechtes Viertel, konnten fotografische Strukturen erhalten, jedoch ist kaum noch etwas gegenständliches erkennbar, während die beiden anderen diagonal gelegenen Bilder über eine vektorgraphische Vereinfachung überleben konnten und letztlich nur noch vergrößerte Icons und Schaltflächen darstellen.

Die nachträgliche Kolorierung erfolgte im Schablonendruck mit lichtechten Akydfarben.

Ein kurzer Wettkampf der Bilder selbst: gefundenes Material, algorithmische Subtraktion, meine Handschrift. Ein Spiel, um den Blick zu schärfen. Die Eingabe in die Suchmaschine war:

NEUE WELTORDNUNG

Webslam ist ein experimenteller Bildwettkampf zwischen gefundenem Material und eigenen Arbeiten. Ein algorithmisches Skript analysiert und subtrahiert Farbanteile, erzeugt Transparenzen und kollagierte Bildfragmente, die anschließend in analogen Druckprozessen weiterverarbeitet werden.

Diese Arbeit entstand 2011 aus automatisch per Skript gefundenen Internetbildern zum Suchbegriff „Neue Weltordnung“. Das Ergebnis wurde mit einem Schwarzweiß-Laserdrucker auf 200 g/m² Glattpapier ausgegeben, im Schablonendruck koloriert und anschließend manuell nachbearbeitet.

Was ist Webslam?

Webslam - Wettkampf gefundener Bilder

Der Begriff Slam bezeichnet im Deutschen einen Wettkampf, einen Schlagabtausch. Genau dieses Prinzip liegt dem Projekt Webslam zugrunde: Vier gefundene Bilder treten zu einem eingegebenen Stichwort gegeneinander an.

Ein eigens entwickeltes Skript analysiert jedes Bild und separiert dessen Farbanteile. Diese Farben werden anschließend gegenseitig subtrahiert. Enthält ein Bild beispielsweise einen hohen Gelbanteil, eliminiert es die gelben Flächen eines anderen Bildes mit geringerem Gelbanteil. Die entfernten Bereiche werden transparent. In einzelnen Fällen führt dieser Prozess dazu, dass ein Bild vollständig ausgelöscht wird – es wird zu 100 % transparent.

Die so entstandenen fragmentierten Bildreste treten anschließend gegen ein zufällig ausgewähltes Werk aus meinem eigenen Bildarchiv an – unter identischen Bedingungen. Der gesamte Prozess findet ausschließlich virtuell statt, bevor irgendein Ergebnis gespeichert oder ausgegeben wird.

Im Laufe der Zeit habe ich mit unterschiedlichen Regeln und Parametern experimentiert und drei Varianten des Webslam realisiert:

Laserdruck auf Schablonendruck
Das Ergebnis des Slams wurde in Konturen zerlegt und ausgedruckt. Für jede Farbe entstand eine eigene Schablone, mit der ich die Farbflächen manuell auf Papier übertrug. Anschließend wurde das Ergebnis erneut durch den Laserdrucker geführt und das Slam-Ergebnis in Schwarzweiß darübergelegt.

Hochaufgelöste Kollagen-Druckdateien
Als Primärquelle dienten digitalisierte eigene Arbeiten. Ein Skript suchte ergänzend nach passenden Bildern im Internet. Waren diese zu niedrig aufgelöst, wurden sie automatisiert in Vektorgrafiken umgerechnet. Nach der Konfrontation mit meinem Ausgangsbild entstand eine hochaufgelöste, separierte Druckdatei. Die Prints wurden auf Kappa-Platten kaschiert und jeweils mit handgemalten Graffiti-Elementen ergänzt.

Camgirls – der ursprüngliche Slam
Die Idee zum Webslam entstand 2010, im Kontext frühsozialer Plattformen, auf denen Menschen live um Aufmerksamkeit konkurrierten. Viele der dort sendenden Frauen inszenierten sich bewusst fragmentarisch: Der Blick wich aus dem Bild, Nähe und Distanz standen in Spannung zueinander. Es ging weniger um Erotik als um Präsenz, Beobachtung und Selbstbehauptung im digitalen Raum.

Während kurzer Live-Sessions wählte ich jeweils eine Gesprächspartnerin aus und fertigte schnelle, expressive Zeichnungen ihrer räumlichen Situation an. Diese Arbeiten bilden die Serie Camgirls und markieren den Ausgangspunkt des Webslam-Prinzips.

Fair Trade

Versendung und Rückgabe

  • versandkostenfrei weltweit
  • inklusive Steuern und Zollabgabe
  • angenehme Verpackung
  • Rückgabe für signierte Artikel jederzeit, auch nach 14 Tagen, mit Abschlag von 20%, immer möglich! (Setzen Sie sich per EMaiil mit uns in Verbindung)

Besondere Wünsche

  • Besondere Wünsche (Rahmenart, Rahmenfarbe, Passpartouskern Schnittkante schwarz, Passepartous-Farbe, Sondergrößen) können von uns berücksichtigt weden, setzen Sie sich mit uns per EMail in Verbindung.
  • Schauen Sie sich auf der Künstlerseite arteurope.de um und teilen Sie uns mit, was Ihnen besonders gefällt. In diesem Shop stellen wir nur wenige Exponate aus.

Sonstiges

Lernen Sie johann franki alias frank olsowski auf arteurope.de näher kennen und gewinnen Sie ein genaueres Verständnis seines Werkes.

Vom flüchtigen Strich zum bleibenden Eindruck

Seit den 1980ern arbeitet Johann Franki mit schnellen Aquarellen und Lichtprojektionen – seine Linien entstehen im Übergang, live, in Bewegung, oft auf dem Overheadprojektor.

An der Kunsthochschule geschult, in der Sozialarbeit vertieft: Entscheidend ist der Moment, in dem Bild und Blick sich begegnen.

Diese Blätter stammen aus dem laufenden Prozess – sie erzählen keine Geschichte, sie sind eine.

Sequenz auseiner Lightpainting-Performance

Das fließende Bild

Overheadprojektor-Performance von Johann Franki

Mit dem Overheadprojektor hat Johann Franki ein analoges Medium gefunden, das Malerei mit Bewegung verbindet – live, direkt und überraschend. Seine Bilder entstehen im Moment und bleiben nicht stehen: Sie fließen, verwandeln sich, verschwinden.

Mehr Eindrücke gibt es bald auf dem YouTube-Kanal.

zur Atelierseite
Back to top